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Lateinamerikanische Tänze

 
 
Lateinamerikanische Tänze ist ein fester Sammelbegriff für die folgenden fünf Gesellschafts- und Turniertänze, die zusammen mit den Standardtänzen einen Großteil der Tänze des Welttanzprogramms ausmachen.
Trotz des Namens ist für die Zugehörigkeit eines Tanzes zu den Lateinamerikanischen Tänzen nicht das Herkunftsland sondern die Technik entscheidend. Die fünf Lateinamerikanischen Tänze ähneln sich dementsprechend sehr stark in den technischen Elementen wie etwa der offenen Tanzhaltung, den Hüftbewegungen oder der Separierung sowie den Figuren und Schritten.
Von den fünf nachfolgenden Tänzen stammen tatsächlich nur die Rumba, die Samba und der Cha Cha Cha aus Lateinamerika, während der Jive aus Nordamerika stammt und der Paso Doble in Spanien geboren wurde. Andererseits stammen Tänze wie Mambo, Salsa und Tango Argentino zwar aus Lateinamerika, sind aber technisch so verschieden, dass sie nicht zu den Lateinamerikanischen Tänzen gezählt werden. Cha Cha Cha
… wurde in den 1950er Jahren von dem Kubaner Enrique Jorrín aus Danzón und Mambo entwickelt. Jorrín verwendete die Silben "Chachachá" in einigen Danzóns zur Betonung der Synkope zwischen den Taktteilen 4 und 1 (Zählweise: "vier-und-eins").
Bald war der Cha-Cha-cha mit seinen eher frechen und kessen Bewegungen Modetanz Nr. 1 in Nordamerika.  
1957 hielt er Einzug auf einem Kongreß des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes, und gehört erst seit 1961 zu den Lateinamerikanischen Tänzen. 
Samba
Ursprünglich ist Samba ein Sammelname für viele Tanzformen, die im 19. Jahrhundert von afrikanischen Sklaven aus dem Kongo, dem Sudan und Angola in ihre neue Heimat Brasilien gebracht wurden. Der Samba de Roda, ein Kreistanz, wird als Ausgangstanz für den modernen Samba bezeichnet.
Als afrikanisch-portugiesische Mischform kam um 1910 die Maxixe, ein enger Paartanz, aus Brasilien nach Europa, der sich jedoch nur schwer durchsetzte. Unter dem Namen Samba tauchte dieser brasilianische Tanz in Turnierprogrammen 1924 und 1925 wieder auf, ohne großen Durchbruch. Erst um 1948/49 erreichte er in einer sehr vereinfachten Form eine große Popularität. 1959 wurde Samba in das Turnierprogramm der Lateinamerikanischen Tänze aufgenommen.
Die Samba-Musik wird von der kultischen Musik Alt-Afrikas abgeleitet. Original-Samba-Musik ist schnell und anfeuernd, und wird von Percussion-Instrumenten getragen. So soll der Samba ein fröhlicher, ausgelassener Tanz sein, der keine Grenzen in der eigenen persönlichen Darstellung kennt.
Rumba
Die Rumba entwickelte sich aus dem Fandango-Tanz, der aus Spanien nach Kuba kam. Als Modetanz kam die Rumba erstmals 1914 in New York auf. Rhythmisch vereinfacht gelangte sie 1931 auch nach Europa.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rumba in zwei vollkommen unterschiedlichen Variationen wieder entdeckt. Zum einen die amerikanisch beeinflusste Square- oder Carrée-Rumba, zum anderen die vom Franzosen Pierre Lavelle propagierte Rumba im kubanischen Stil. Im internationalen Tanzsport hat sich der kubanische Stil durchgesetzt
Bei der Rumba verschmilzt das Paar auf dem Parkett durch die Musik zu einer Einheit. Die Dame spielt den "arroganten", dominanten Part, sie lässt den Herren mal in ihre Nähe und lässt ihn daraufhin sofort wieder abblitzen.
Der Herr holt die Dame mal an sich heran, als wolle er sie auf der Stelle verführen, stößt sie danach aber unter sichtbaren Schmerzen von sich. Die Vorstellung einer "getanzten Liebeserklärung" verdeutlicht die unterdrückte Leidenschaft, die dieser Tanz ausstrahlen soll.
Paso Doble
...ein Außenseiter – Ein Spanier – hat Zugang zu den Lateinamerikanischen Tänzen gefunden. Der Paso Doble hat vollkommen andere Merkmale und hebt sich schon allein im Stand von den anderen Tänzen ab.
Er soll den Kampf zwischen Torero und Stier wieder spiegeln, wobei die Dame nicht den Stier, sondern die Capa -das rote Tuch- des Toreros verkörpert. Im Laufe der Zeit entwickelte sich aber auch die Darstellung einer stolzen, schönen und anmutigen Spanierin. (Flamenco-Tänzerin)  
Dieser Tanz verdeutlicht den Rhythmus durch Schritte nach Marschmusik. Man kann sehr klare Laufbewegungen erkennen die sich zu den Körperbewegungen der anderen Tänze abgrenzen. (Paso Doble -- span."Doppelschritt") Seit 1945 gehört er in das lateinamerikanische Turniertanzprogramm.
Jive
... ist heute die international anerkannte Bezeichnung für einen Tanz, der vielfältige verwandte Vorläufer afroamerikanischen Ursprungs hat. Dazu gehören zu Beginn der 1930er Jahre Lindy Hop, Blues und Swing, in den 1940ern der Boogie-Woogie, Jitterbug, gefolgt in den 1950ern vom Rock 'n' Roll.
Man erzählt, dass der Name dadurch entstanden ist, dass „Schwarze“ den „Weißen“ nachgesagt haben sollen, die könnten ja gar nicht tanzen und wurden somit als jiver betitelt, was aussagte, „Nichttänzer“.
Charakteristisch für alle diese Tanzformen war und ist heute noch die stimulierende Musik, die aufgrund ihrer rhythmischen Akzentuierung Jung und Alt in ihren Bann zog und zieht.
1968 wurde er als fünfter Turniertanz zu den Lateinamerikanischen Tänzen aufgenommen.
Die Kür
beim Tanzsport ist eine vergleichbare Disziplin der Kür im Eiskunstlaufen, wie jedem eher Bekannt ist.
Hier präsentiert das Paar ganz individuelle „Visionen“! Musik und Choreografie sind auf einander abgestimmt. Selbst die Kleidung unterstreicht das Thema.
Hier Zeigt das Tanzpaar nicht wie bei den 5 lateinamerikanischen Tänzen die jeweilige Charakteristik zu der unterschiedlichsten Musik, sondern fixiert sich auf ein bestimmtes Thema welches es mit Musik und Tanz unterstreicht. Es können sowohl alle Tänze wieder zu finden sein, oder auch nur mit einem Tanz dargestellt werden.
 
     
     
     
     
     
  Die 5 Standardtänze  
 
In den zwanziger Jahren entwickelte eine Gruppe von britischen Tanzprofis vier Tänze: den Langsamen Walzer (English Waltz), den Foxtrott, den Quickstep und den Tango. Diese Tänze waren auch für das allgemeine Publikum geeignet und konnten gut zu der Musik getanzt werden, die damals in den Ballsälen populär war.
Der English Waltz wurde so benannt, um ihn von dem viel schnelleren Wiener Walzer zu unterscheiden.
Im Gegensatz zu den ständigen Drehungen des anderen Walzers griff die britische Version auf diagonale Schrittmuster zurück, aus denen die Grundfiguren entwickelt wurden.
Der Foxtrott (jetzt Slowfox) und der Quickstep waren die Abkömmlinge eines Bühnentanzes, den Harry Fox, ein Amerikaner, eingeführt hatte.
Der moderne Tango wurde aus einer französischen Version dieses Tanzes entwickelt, der zur damaligen Zeit populär war.
Zusammen mit dem Wiener Walzer, der in einer besonderen Variation getanzt wurde, die aus Deutschland stammte, bildeten diese Tänze die Gruppe der Standardtänze.